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Wachsen mit den Bedürfnissen unserer Auftraggeber

DurcZweige1h die Initiative des Zürcher Kinderpsychiaters Jakob Lutz entstand 1967 ein Elternverein.
Der Verein wollte Menschen mit Autismus und anderen Störungen der seelisch-geistigen Entwicklung einen Ort bieten, wo sie durch besondere Pflege, Schulung, Ausbildung und Arbeitsbegleitung ihre Lebensziele anstreben können. Bereits 1971 konnte in Gempen die Sonnhalde realisiert werden. Aufbauend auf der Anthroposophie Rudolf Steiners sollten vor allem Kinder und Jugendliche heilpädagogische und medizinische Betreuung erfahren. Der schwedische Heilpädagoge Gustav Ritter schuf hier ein Wohnmodell, an dem sich die  Sonnhalde noch heute orientiert.

Die Kinder werden in kleinen Gruppen betreut, denn Menschen mit Autismus stehen vor der Schwierigkeit, dass sich ihnen aufgrund von Störungen ihres Wahrnehmungspotenzials eine für uns verborgene und nur schwer erreichbare seelische Innerlichkeit bildet. Bald wurde klar, dass Gruppen, die ausschliesslich aus Kindern mit Autismus bestanden, eine zu schwere Belastung darstellten. Deshalb werden auch Kinder aufgenommen, die auf andere Weise besonderer Seelenpflege bedürfen.

Ein Kindergarten wurde eingerichtet, in dem unsere Kinder zusammen mit den Dorfkindern gefördert werden. Es ergab sich eine fruchtbare, bis heute währende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gempen.

In dem im Jahr 1978 erbauten Gemeinde-Schulhaus hat die Sonnhalde Schulräume zur Verfügung, und so können einige der Jugendlichen konkrete Begegnungen mit den Kindern aus dem Dorf erleben.

1987 konnten ein Erwachsenen-Wohnhaus, der Eichenhof, und das Werkstattgebäude eingeweiht werden. Seit 1991 besteht in Roderis (Nunningen) die landwirtschaftliche Arbeits- und Lebensgemeinschaft als Aussenstation. Im Jahre 2000 kam die Aussenwohngruppe für Selbständigere in Aesch/BL dazu.

Mit dem Jakob Lutz-Haus, das im Spätsommer 2003 eingeweiht wurde, bekam ein Teil der Werkschule und der Tagesstätten eine neue Heimat. Trotz diesem Neubau verlangen die gestiegenen Ansprüche an die Ausbildung von Jugendlichen der Werkschule nach einem neuen Schulhaus. Die neue Schule wurde im Spätsommer 2010 eingeweiht. Das „Gustav Ritter-Schulhaus“ bietet der Werkschule angemessene Schulungsräume. Die Finanzierung konnte dank über einer Million Spendengeldern sichergestellt werden.

Mitte 2007 wurde die Villa Stollenrain in Arlesheim nach intensiven Renovationsarbeiten von den älteren Menschen mit einer Behinderung bezogen. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende Lösung. Im Dornacher Apfelseegebiet konnte ein Grundstück im Baurecht überbaut werden mit dem Wohnhaus „Wohne im Öpfelsee“, das für die älteren Menschen mit einem Begleitungsbedarf ideale Voraussetzungen für ein Altern in Würde bietet. Im August 2013 wurde das Haus den Bewohnerinnen und Bewohnern übergeben und im Oktober in einem fröhlichen Fest eingeweiht. Auch dieses Bauprojekt konnte nur dank über 2 Millionen Spendengeldern gebaut werden.

Im Kinder-Jugendbereich hat sich viel verändert. Integration und Inklusion werden umgesetzt. Aussenwohngruppen für Jugendliche entstanden. Der Kontakt zur Nachbarschaft bringt neue Herausforderungen und Begegnungen. Die Bewegung im öffentlichen Raum wird zur Selbstverständlichkeit und nach und nach erfolgen Schritte zur Selbständigkeit.

Die Sonnhalde Gempen ist eine vom Bundesamt für Sozialversicherung und den Kantonen anerkannte gemeinnützige Einrichtung.