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Pferdegestützte Interventionen bieten Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten, Erfolgserlebnisse zu haben. Die grossen Tiere lassen sich putzen, füttern und reiten. Die Pferde müssen versorgt werden, das heisst: Verantwortung übernehmen und sinnvolle Tätigkeiten ausführen wie füttern und misten. Im Umgang mit den Pferden wird die Willenskraft geschult, die Menschen erfahren Zuwendung und Spiegelung durch die Tiere, die Körperwahrnehmung wird gefördert, und es können Beziehungen aufgebaut werden.

 

Eine der wertvollsten Ressourcen des Pferdes für den pädagogischen und therapeutischen Prozess ist die Fähigkeit, sich auf soziale Interaktionen einzulassen und ihnen Bedeutung beizumessen. Ihr Verhaltensrepertoire enthält Elemente, die für den Menschen von grundlegender Bedeutung sind:

 

  • Sie reagieren sensitiv auf Impulse von aussen.
  • Sie zeigen Neugierverhalten und wenden sich zu.
  • Sie gestalten Teilhabe an ihren Aktionen.
  • Sie erwarten eine soziale Antwort.
  • Sie bringen die Bereitschaft mit zu vertrauen.
  • Für die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben fordern sie die Aufmerksamkeit ein.
  • Sie erwarten Verhaltensweisen, die ihnen Sicherheit und Orientierung geben.
  • Sie melden unangemessenes Verhalten klar zurück.
  • Sie übernehmen die Führung und lassen sich führen.
  • Sie regulieren Nähe und Distanz
  • Sie setzen Grenzen und lassen sich Grenzen setzen

 

Durch diese Anschlussfähigkeit an menschliche Entwicklungsthemen kann der Klient mit Unterstützung des Pferdes die erforderlichen Kompetenzen trainieren.